Berühmte Persönlichkeiten aus Struppen

Kurzbiografie Christian Pezold,
Kurfürstl. Sächs. Komponist und Organist

Christian Pezold (auch Pezolt) wurde Ende Dezember 1677 in Weißig geboren und am 1. Januar 1678 in der Ev.-Luth. Stadtkirche zu Königstein getauft. Seine Eltern waren der Steinbrecher George Pezold aus Thürmdorf, Sohn eines Rosenthaler Gärtners und Eliesabeth Heintze, Tochter des Weißiger Gerichtsschöffen Peter Heintze, vermutlich wurde Christian Pezold im Grundstück Nr. 16 geboren. Nachweislich hatte das Ehepaar Pezold mit ihren drei weiteren Söhnen, bis zum Ableben des Vaters (1687) und der Mutter (1730) ihren Wohnsitz in Weißig. Danach erlischt der Name `Pezold´ hier im Ort.

Im Alter von 19 Jahren (!) bewarb sich 1696 Christian Pezold um die Stelle eines Organisten an der Sophienkirche, der „Evangelischen Hofkirche Dresden“. Ein Jahr später wurde er als „Kurfürstlicher Sächsischer Organist“ mit 50 Talern „Wartegeld“ angenommen. 1709 wurde er zum Kammerkomponist am Sächsischen Hof und wirklicher Organist an der Sophienkirche, mit einem Anfangsgehalt von 400 Talern, befördert. In den Jahren 1714 und 1716 unternahm er, mit Billigung des Kurfürsten August dem Starke, mit „einigen seiner angesehensten Kollegen von der Kapelle“, Studium und Konzertreisen nach Paris und Venedig. Ebenso erprobte und begutachtete er zahlreiche neue Orgeln und andere Instrumente, u. a. auch von seinem Freund Gottfried Silbermann. Auch zu Johann Sebastian Bach bestanden freundschaftliche Beziehungen.

Pezold komponierte u. a. neben Kantaten und Menuetten auch zahlreiche Festmusikstücke für bedeutende Kirch- und Orgelweihen. Er wurde seinerzeit zu den größten Meistern des Orgelspiels, neben Bach und Händel, gezählt.

Am 2. Juni 1733 starb Christian Pezold im Alter von 56 Jahren in Dresden. Seine letzte Ruhestätte fand er auf dem alten St. Johannis-Friedhof in Dresden.

Anlässlich des 325. Geburtstages von Christian Pezold wurde in einer Feierstunde in Weißig eine Gedenktafel enthüllt.

Gert Link, Ortschronist

zum Seitenanfang

Kurzbiografie Wilhelm Leberecht Götzinger

W. L. Götzinger, geb. 1. September 1758 im Pfarrhaus zu Struppen, gilt als Erschließer der Sächsischen Schweiz. 1766 übersiedelt die Familie Götzinger nach Sebnitz. 1768 - 1776 Besuch der Pirnaer Stadtschule. Danach bis 1780 Theologiestudium an der Universität in Wittenberg. Nach Rückkehr ins elterliche Haus als Magister ohne Anstellung widmete er sich Naturstudien. 1783 - 1787 Anstellung als Privatlehrer in Hohnstein.
1786 erscheint sein Buch “Geschichte und Beschreibung des Chursächsischen Amtes Hohnstein, mit Lohmen, insbesondere der unter dieses Amt gehörigen Stadt Sebnitz“. (Sebnitzer Chronik) 1787 Anstellung als Diakon an der St.-Jacobs-Kirche in Neustadt/Sa. Dieses Amt begleitete er 24 Jahre, bis er 1811 dort als Pfarrer tätig wird.
1788 Ehe mit Charlotte Bielitz, sieben Kinder. 1804 schrieb er sein 2. Buch “Schandau und seine Umgebung oder Beschreibung der Sächsischen Schweiz“. (1812 Zweitauflage)
Die Heimatforschung in der Sächsischen Schweiz verlor er nie aus den Augen. Nach dem frühen Tode seiner Frau Charlotte 1811 heiratete Götzinger die Pfarrerswitwe Sophie Caroline Brahtz. Schon am 23. April 1818 verstarb er im Pfarrhaus zu Neustadt
Am 02. Oktober 2005 erfährt Götzinger eine erneute Ehrung in seinem Geburtsort Struppen durch die Wiederenthüllung der Andenkentafel an der Götzinger-Höhle.

Peter Henze, Lokalchronist

zum Seitenanfang

Robert-Sterl

Robert-Sterl-Haus in NaundorfRobert Sterl (1867-1932) gilt als „Vollender des deutschen Impressionismus“. Er wirkte ab 1906 als Professor an der Dresdner Kunstakademie und wurde berühmt durch seine Landschaften, Porträts, Steinbrecher- und Dirigentenbilder. Von 1919 bis zu seinem Tode 1932 bewohnte er ein Wohn- und Atelierhaus in Naundorf. Heute ist es ein faszinierendes Museum, in dem u. a. der Nachlass des Künstlers verwaltet, aufbereitet und teilweise präsentiert wird.

Weitere Informationen im Internet: www.robert-sterl-haus.de

Ausstellung im Robert-Sterl-haus

zum Seitenanfang